Takeshi Furuya

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Takeshi versteht es den Augenblick zum Ereignis zu verstärken. Ohne sich aufzudrängen, bescheiden, jedoch kraftvoll und in umfassenden Bildern, zeigt er das Ganze und das Gegenwärtige gleichermaßen.

Ein Atemzug Stille...

Der Moment, gefasst in der Bewegung eines Fußes.

Form und Verzerrung, fließende Bewegung und farbige Auflösung.

 Text: Michael Aldrian

Wo Schmerz mit Hoffnung kommuniziert,

fügen Takeshi`s Fotos der Handlung Linien hinzu;

ausgedehnte Farbstreifen.

Text: Ruud Van Weerdenburg

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The documentation from Takeshi Furuya are made from realistic but also artificial viewpoint of the cultural performances.
On the one hand the pictures are rich of colour and sharpeness; on the other hand their are corrected in the capturing from moving scenes, as in Performances, dances or sport.His images documenting not only, they are shown persons ore objects in another triangle, this over 45°,this means he can see over the camera above, he is feeling with his camera.
Text: HemmaPototschnig

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  Dear  μSv 

Am 11. März 2011, wurde Japan, Fukushima, Furuyas Heimat, von der unvergleichlichen Katastrophe heimgesucht.

Die Zerstörung durch das Erdbeben und den Tsunami stürzten die Menschen in tiefe Trauer. Aber die folgende Nuklearkatastrophe, betrachtet Furuya als “Fehler des übersättigten modernen Systems". Die Industrialisierung des 20. Jh. gerät ausser Kontrolle.

Die Halbwertszeit von Uran 238 beträgt 4.5 Milliarden Jahre, die von Plutonium 239, 24 tausend Jahre.

Die Strahlung jener Elemente ist nachweislich krebserregend. Diese krebserlegenden Stoffe sind in Ostjapan noch immer messbar.

In ständiger Furcht atmet die Bevölkerung die Luft ein und nimmt die Lebensmittel zu sich.

Die Verantwortlichen können die Verantwortung für dieses Unglück gar nicht mehr übernehmen. Die Fehler des Systems beeinflussen immer mehr unser alltägliches Leben in sichtbarer Form. Das selbe Problem gibt es nicht nur in Fukushima oder in Japan.

Atomkraftwerke werden nach wie vor über die ganze Welt verbreitet betrieben,

und viele davon stehen an erdbebengefährdeten Stellen. Außerdem werden in mehreren Ländern noch neue Atomreaktoren gebaut oder fertiggestellt. Wenige Länder erkennen die nukleare Bedrohung und bemühen sich für den Atomausstieg.

Viele bleiben auf dem gefährlichen Weg und es scheint als würde dieser pathologische Zug der Menschheit auf diesem Planet nie verschwinden.

Die Sonne ist in der aktiven Phase geraten, so wie Vulkane und die Erdkrustenbewegung. Man kann nie wissen wo das nächste Erdbeben  auftritt, wo und wann die nächste atomare Katastrophe den Regen der Radioaktivität auf uns fallen läßt.

Es war in solchen hoffnungslosen Umständen, dass von der Entwicklung von "Sintirex" berichtet wurde: dieses neue Plastik leuchtet blau, wenn es mit Radioaktivität in Berührung kommt.

Als Takeshi Furuya die Nachricht las, kam er gleich auf eine Idee (und Frage): wie wäre es dieses Plastik als Grundmaterial für seine Druckkunst zu verwenden, um diese Furcht des Betrachters vor der, durch das Blau sichtbar gemachten Gefahr radiokativerStrahlung, mit der künstlerischen Schönheit zu neutralisieren?

Die Herstellung (und der Besitz) solcher Kunstwerke erfordert den besonderen Mut, quasi die hoffnungslose Situation zu begrüßen.

Furuya denkt: diese Werke sollen eine Hoffnung zur Immunität gegen die Pathologie der modernen Gesellschaft sein.

Wäre das doch der gesellschaftliche Sinn der Kunst, der leider in lezter Zeit verloren geht.

 

PS: Ironischerweise gibt es noch eines, das für die Herstellung nötig ist: Finanzierung für Sintirex.

      Wer sein Projekt finanziell unterstützen will, soll bitte direkt Furuya per Mail kontaktieren.

      Überdies wird Sintirex aus recyclingfähigem Plastik (PET-Flaschen) hergestellt und belastet         daher die Umwelt nicht.

 

μSv(Mikro Sievert) ist die Maßeinheit der biologischen Strahlenbelastung.                                                 

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